Der verlässliche Tresor

Zweck und Sinn des Tresors ist unzweifelhaft die Sicherung von Werten.

Jeder Investor kann einen sicheren und anonymen Platz in seinem Haus gebrauchen. Hier kann er Teile seines Vermögens sicher aufbewahren und stets zugriffbereit lagern. Soweit so gut.

Im Jahr 1999 stieß ich auf eine Erstveröffentlichung einer Polizeistatistik, die Angriffe auf Tresore auswertete. Das Ergebnis war erschreckend, nur jeder 10. Tresor hielt einem Angriff stand. Ich machte mich auf die Suche nach der Ursache sowie dem „anderen“ Hersteller und wurde in der Schweiz fündig. Hier vertritt ein Hersteller eine andere Philosophie: Nicht die Prüfer oder Sicherheitsklassen interessieren ihn, sondern die tatsächlichen angewandten Einbruchsmethoden. Hier galt es, jeder Angriffsart eine verlässliche Konstruktion entgegenzusetzen. Die Devise lautet: Der Tresor muss halten, egal wer da kommt.

Beispiel:

Jemand interessiert sich für einen Tresor und weiß nicht, welcher geeignet ist. Er gibt einen Orientierungswert des Inhaltes von ca. 60.000 € an. Nun wird ihm vom Markt anhand der Versicherungseinstufungen nach EN 1143-1 ein scheinbar geeignetes Produkt empfohlen, hier die Klasse 1, versicherbar bis 65.000,- €. Dass ein Tresor der Klasse 1 den Test bestanden hat, wenn er lediglich 90 Sekunden einem Trennschleifer widersteht, wissen die wenigsten. Sollte der Einbrecher mehr Engagement zeigen, sind die Wertsachen weg. Nun beginnt die mühsame Nachweispflicht des Geschädigten, Bargeld konnte nur marginal versichert werden, Schmuck unterliegt einem Zeitwert und anonyme Werte sind ohnehin verloren. Ist es das, was der Kunde wollte? Nicht vergessen: Versicherer leben vom Nichtzahlen. Und nebenbei: Bei einer Aufklärungsquote von ca. 15 % können Sie davon ausgehen, dass Sie Ihre Werte nie mehr wiedersehen.

Vollständiger Beitrag von Thomas Klose siehe:

Der verlässliche Tresor (PDF-Datei)